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| 11.01.2012, 20:00 Uhr | Märkische Oderzeitung / Kai-Uwe Krakau
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Schwieriger Weg ins Netz
Für die Lösung der "DSL-Problematik" in Mehrow und Blumberg gibt es drei Möglichkeiten. Erstens: Ausbau durch einen Netzbetreiber mit Zuschüssen durch die Gemeinde. Zweitens: Bau eines Glasfasernetzes durch die Kommune und Betreibung durch ein Unternehmen. Drittens: Beauftragung der Errichtung eines gemeindeeigenen Netzes und Betrieb durch eine Firma. Das erklärte Andreas Bresonik, Geschäftsführer der Omega Consulting GmbH, am Dienstagabend im Ahrensfelder Ausschuss für Wirtschaft, Bauwesen, Umwelt und Natur. Das Unternehmen war von der Kommune mit einer entsprechenden Analyse beauftragt worden.
"Die einzig zukunftsträchtige Variante ist ein Glasfasernetz", betonte Bresonik. Die Mobilfunktechnologie sei für die stationäre Versorgung größerer Gebiete nicht zu empfehlen. Nach Angaben des Geschäftsführers hat die Deutsche Telekom erklärt, dass sie keine wirtschaftliche Ausbauvariante, weder im Festnetz noch im Mobilfunkbereich, bieten kann. Dies sei mit der Struktur des sogenannten Hytas-Netzes begründet worden.
"Ein Unternehmen hat eine vorläufige Grobkalkulation vorgelegt", so der Omega Consulting-Geschäftführer. Dies sei jedoch noch kein offizielles Angebot, es müsste in einem Bieterverfahren konkretisiert werden. Eine weitere Firma wollte sich gestern die Situation vor Ort ansehen, um verlässlichere Informationen geben zu können.
Die Gesamtkosten schätzte Bresonik auf einen "deutlichen einstelligen Millionenbetrag". Auf Nachfrage hieß es dann, die Investitionen könnten sich auf eine bis drei Millionen Euro belaufen.
"Ernüchtert und enttäuscht" zeigte sich Torsten Westphal von der Bürgerinitiative "DSL nach Blumberg". Die technische Sachlage war schon 2008 bekannt", so Westphal. Die Frage sei doch vielmehr, ob die Kommune diese Summe investieren wolle.
Bürgermeister Wilfried Gehrke räumte ein, dass er bei dem Thema zu optimistisch war. "Als Gemeinde sind wir zu klein, vielleicht hätten wir Partner suchen müssen", sagte der Verwaltungschef. Ausschussvorsitzender Jörg Dreger forderte, dass sich der Kreis mit dem Thema beschäftigt, "auch wenn die Kreisumlage erhöht werden müsste."
Schließlich einigte man sich darauf, die zweite Kalkulation abzuwarten. Danach müssten die Gemeindevertreter entscheiden, hieß es.
aktualisiert von Maik Berendt, 15.01.2012, 21:20 Uhr |
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