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| 24.01.2012, 20:00 Uhr | Märkische Oderzeitung / Kai-Uwe Krakau
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"Diebe wollen die schnelle Beute"
In der dunklen Jahreszeit sind Einbrecher besonders aktiv. Sie haben es auf die schnelle Beute abgesehen - doch man kann sein Eigentum schützen.
Die Sonnenscheinstraße in Schwanebeck, die Ruhlsdorfer Straße in Wandlitz und die Freienwalder Chaussee in Blumberg. Dort und an weiteren Orten schlugen Diebe in den vergangenen Tagen zu. Bei Einbrüchen vor allem in Einfamilienhäuser erbeuteten die Täter u.a. Schmuck, Uhren, Geld und elektronische Geräte. Von einer momentanen Häufung dieser Delikte will die Polizei aber nicht sprechen. "Das ist ein generelles Problem im Speckgürtel von Berlin", sagte gestern der Leiter der Polizeiinspektion Barnim, Hardy Börner, in einem Gespräch mit der Märkischen Oderzeitung. Von Einbrüchen seien vor allem die Orte Ahrensfelde und Blumberg, zuletzt aber auch Ladeburg und Wandlitz betroffen. "Statistisch sind das kleine Zahlen", so der Polizeirat. Man nehme die Delikte jedoch ernst. "Es geht schließlich nicht nur um den materiellen Schaden, sondern auch um Eingriffe in die Privatsphäre," betonte Börner.
Der milde Winter und die "Tatgelegenheiten" machen es den Einbrechern nach Auffassung der Polizei in diesen Wochen besonders einfach. "Vor einem Jahr hatten wir Schnee, da gab es deutliche Spuren der Täter", so Börner. Diese seien derzeit weitaus schwieriger zu finden. "Trotzdem schicken wir bei jedem Einbruch einen Kriminaltechniker zum Tatort", so Börner.
Zum anderen seien die Bürger aber auch für den Schutz ihres Eigentums verantwortlich. "Die Einbrüche gehen in kurzer Zeit über die Bühne, das hilft alles, was die Tat verzögert", so der Leiter der Polizeiinspektion. Beispielsweise seien Alarmanlagen sinnvoll, aber auch Bewegungsmelder, die das Licht auf der Terrasse anschalten. "Ferner ist es gut, wenn man die Nachbarn über eine Reise informiert", sagte Börner. Sie könnten dann ein Auge auf das Haus werfen. Wer verdächtige Personen in der Straße bemerkt, sollte überdies auch die Polizei alarmieren. "Wir kommen lieber einmal öfter und umsonst, als zu spät", hob Börner hervor.
Auch den Einsatz künstlicher DNA hält die Polizei für überlegenswert. Damit können Wertgegenstände wie beispielsweise Laptops markiert werden. "Das verhindert zwar nicht den Diebstahl, der Nachweis ist aber später leichter zu führen", so Börner. Diese Methode kann darüber hinaus auch präventiv wirken. Börner berichtete in diesem Zusammenhang von einem Versuch in Bremen. Dort hatten sich zehn Mietparteien zusammengeschlossen und die künstliche DNA eingesetzt. "Das wurde an den Häusern dann auch plakatiert", so Börner. Der Erfolg stellte sich ein: "Nachweislich hat es dort keine Einbrüche mehr gegeben".
Polizeirat Börner appelliert zudem an die Bürger, nur wenig Bargeld im Haus aufzubewahren. Schmuck und Münzen gehörten in einen festverankerten Safe und nicht in die Schreibtischschublade. "Die Diebe wollen schnelle Beute machen", so Börner. Besonders beliebt sei dabei alles, was in einen Rucksack passt. "Große Fernseher werden selten gestohlen", so der Polizeirat.
Von den Tätern der jüngsten Einbrüche fehlt unterdessen noch jede Spur - die Polizei ist ihnen aber "mit verschiedenen Maßnahmen" auf den Fersen.
aktualisiert von Maik Berendt, 24.01.2012, 20:17 Uhr |
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